Getränke mit angepriesenem Zusatznutzen halten nicht, was sie versprechen. In einigen Fällen entpuppen sich die angeblichen Heilsbringer sogar als potentiell gesundheitsschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Marktanalyse der Verbraucherzentralen von so genannten funktionellen Getränken, die mit verschiedenen Wirksubstanzen angereichert werden.
Im Rahmen der Untersuchung der Verbraucherzentralen wurden in sechs Bundesländern 238 ACE, Sportler-, Vitamin- und Wellness Getränke, Probiotische Milchgetränke, Frühstücksdrinks, und Wasser mit zugesetzten Wirksubstanzen eingekauft und bewertet. Insgesamt enthielten die Getränke mehr als 100 verschiedene Wirksubstanzen (bis zu 13 pro Getränk), von Apfelessig und Aloe Vera über Johanniskraut, Kombucha, Vitaminen bis Zitronengras. Die Palette der Werbeaussagen reicht von „Wahres Gesundheitselexier“, „Quelle ewiger Jugend“, bis „Die Omega 3 Fettsäure DHA braucht Ihr Körper täglich“.
Bei Nährwertkennzeichnungen werden teilweise falsche Angaben gemacht. Zudem werden Bestandteile hervorgehoben, die im Produkt nur in Spuren vorhanden sind.
Wer mehr über das Geschäft mit Wellness und Fitness wissen will, findet im Faltblatt „Lebensmittel plus Gesundheit?“ Informationen über die am häufigsten zugesetzten Wirksubstanzen, über die tatsächlichen Wirkungen und gesunde Alternativen. Das Faltblatt ist kostenlos in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale des Saarlandes erhältlich. Bei Versandwunsch bitte frankierten Rückumschlag zusenden an Verbraucherzentrale des Saarlandes, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken.
Saarbrücken, 27.02.04
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