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Voice over IP: Internettelefonie noch nicht für jedermann

Welche Kosten fallen an?

Kosten für die technische Ausstattung
IP-Telefone bzw. Adapter bekommt man ab ca. 100 Euro. Etliche Anbieter liefern die benötigten Geräte sogar kostenfrei, wenn man einen Vertrag mit einem Leistungspaket (DSL-Anschluss, DSL-Tarif, VoIP-Tarif) und einer bestimmten Mindestlaufzeit abschließt. Ein Headset für die Softphone-Variante ist bereits ab ca. 15 Euro erhältlich.

Gesprächskosten
Der Werbeslogan „Kostenlos telefonieren" stimmt nur bedingt. Umsonst sind in der Regel nur netzinterne Telefonate - also Gespräche zwischen zwei Kunden eines VoIP-Anbieters - und in dessen Partnernetze. Sobald man aber aus dem Internet andere Festnetz- oder Mobilfunkanschlüsse anruft, werden Kosten fällig. Das Entgelt liegt dann zwischen den günstigsten Call-by-Call-Preisen und den Tarifen der Deutschen Telekom AG.
Tipp: Wer oft Gespräche in Handynetze führt, fährt mit den Sparvorwahlen meist besser als mit einem VoIP-Tarif.

Monatliche Grundgebühren und Flatrate
Manche Anbieter verlangen monatliche Grundkosten für die Nutzung der Internettelefonie. Bei einigen sind dafür wiederum Freiminuten (Inklusivminuten) enthalten. Nicht zu vergessen sind die monatlichen Gebühren für den DSL- oder einen Kabelanschluss sowie die Online-Kosten. Bietet der VoIP-Anbieter einen Flatrate-Tarif an, sind Gespräche ins nationale Festnetz mit einem Pauschalbetrag abgegolten. Teilweise gibt es auch Flatrates für andere Anrufziele oder für Gespräche zu bestimmten Tageszeiten. Aktuelle Tarifübersichten finden Verbraucher im Internet. Tipp: Die VoIP-Tarife der Internetprovider sind manchmal niedriger als die der freien VoIP-Anbieter.

Kosten für den Datentransfer
Jedes Telefonat übers Internet verbraucht Datenvolumen. Wie teuer der Datentransfer ist, hängt vom vereinbarten DSL-Tarif ab und muss bei der Kostenrechnung ebenfalls berücksichtigt werden. Mit einer unbegrenzten Flat vermeidet man diese Kosten.

Kosten für den Festnetzanschluss
Der DSL-Anschluss ist in der Regel nur erhältlich, wenn man auch über einen Festnetzanschluss verfügt. Verbraucher mit DSL-Anschluss können ihr herkömmliches Telefon also nicht abmelden und müssen weiterhin die monatlichen Grundgebühren dafür zahlen. Manche unabhängige DSL-Anbieter bieten zwar einen DSL-Anschluss ohne Festnetzanschluss an. Die monatlichen Kosten sind jedoch nicht (wesentlich) günstiger als der DSL-Anschluss in Kombination mit einem Telefonanschluss und DSL-Tarif bei einem Festnetzanbieter. Wer hingegen über einen Kabelanschluss ins Internet geht, kann eventuell auf seinen Festnetzanschluss verzichten.

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Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland e.V., Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link201914A.html