Anfang Juli haben sich einige saarländische Bank-Kunden der Postbank sowie der VR Bank bei der Verbraucherzentrale gemeldet, die eine dubiose E-Mail erhalten haben.
Man wird aufgefordert die Online-Banking-Daten einzutragen. Wörtlich heißt es:
„Im Zusammenhang mit den häufiger werdenden Betrügereien mit den Bankkonten von unseren Kunden sind wir gezwungen eine zusätzliche Autorisation von den Kontoinhabern durchzuführen. Der Sicherheitsdienst der VRBank hat die Entscheidung getroffen, die Datensicherung einer neuen Generation einzuführen. Dazu wurden von unseren Spezialisten sowohl die Informationsübertragungsprotokolle, als auch die Verschlüsselungsart der übertragenen Daten modernisiert.“
Die Verbraucherzentrale des Saarlandes warnt vor diesen gefälschten E-Mails, die dazu auffordern, die persönlichen Kennwörter preiszugeben. Es handelt sich hier um so genanntes „Phishing“. Das heißt, dass illegal und systematisch Kundenkennwörter ausgespäht werden. Besonders tückisch ist, dass das potentielle Opfer aufgerufen wird, einem Link auf eine täuschend echt aussehende Internetseite der Bank zu folgen. Dort soll der Betroffene seine Kundendaten, die PIN und eine unverbrauchte TAN eingeben. Mit diesen Informationen können Betrüger jederzeit eine Überweisung veranlassen. Die Verbraucherzentrale rät eindringlich, eine solche E-Mail sofort unwiderruflich zu löschen. Der angegebene Link sollte keinesfalls aufgerufen werden, da sonst die zusätzliche Gefahr besteht, dass die eigenen Interneteinstellungen verändert werden, so die Verbraucherschützer. In der Folge kann man unbemerkt jedes Mal auf die gefälschte Seite der Internet-Betrüger umgeleitet werden, sobald man sein Online-Konto aufrufen möchte.
Die Verbraucherzentrale rät den Betroffenen auf herkömmlichem Weg den Kontakt zu ihrer Bank zu suchen und um eine Stellungnahme zu bitten. In einem der Fälle, die der Verbraucherzentrale bekannt gemacht wurden, konnte die Betroffene zurückmelden, dass die richtige VR-Bank die Phishing-Vermutung bestätigt und schon Anzeige erstattet hat. Der Absender der gefälschten E-Mail sitzt in New York!
Nähere Erläuterungen zum Phishing können nachgelesen werden auf der Website der Verbraucherzentrale unter www.Verbraucherzentrale-Saarland.de
Saarbrücken, den 08.07.05
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
