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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Saarland

23.09.2005
Verbraucherzentrale warnt:
- Achtung, wieder Phishing-Mails im Umlauf !

Der Verbraucherzentrale des Saarlandes wurden heute gleich zwei aktuelle Fälle von Phishing-Mails bekannt.
Die Mails erwecken den Eindruck, von der Deutschen Bank bzw. von den Volksbanken Raiffeisenbanken zu sein.

Die Verbraucherzentrale hat die angebliche Mail der „Volksbanken Raiffeisenbanken“, so die Bezeichnung in der Mail, näher unter die Lupe genommen.
In dieser Mail wird auf die planmäßige Aktualisierung der Software hingewiesen, für die eine Aktualisierung der Kundendatenbank nötig ist.
Dafür soll der Betroffene auf den angegebenen Link gehen, wo „eine spezielle Form zum Ausfüllen angeboten wird.“
Danach erfolgt ein Hinweis, „dass die Anweisung an alle Bankkunden gesandt und zum Erfüllen erforderlich ist.“
Geht man tatsächlich auf diesen Link, so findet man eine Seite, die den Eindruck erweckt als wäre dies eine Seite der „Volksbanken Raiffeisenbanken.“
Allerdings erscheint auf der Seite auch ein Task „Installation von Sprachpaketen“. Dort steht: „Die folgenden Sprachpakete sind zu installieren, um die Schriftzeichen ordnungsgemäß anzeigen zu können.
Koreanisch“
Dann steht zur Auswahl die Sprachpakete zu „installieren bzw. abzubrechen“.
Ein Abbruch war bei der „Probe“ der Verbraucherzentrale allerdings nicht möglich.

Sicherheitshalber sollte man das Sprachpaket nicht installieren, denn eventuell könnte sich auch ein Schadprogramm dahinter verbergen, so Silke Schröder von der Verbraucherzentrale.
Die Sprachinstallationsanweisung kann zudem durchaus auch ein Indiz dafür sein, dass diese Mail auf ausländische Verursacher zurückzuführen ist, so die Verbraucherzentrale.

Auf der Seite zu der man über den Link geführt wird, findet sich der Hinweis „Kundenzugang - Füllen Sie bitte den Fragebogen für die Bestätigung der Bankdaten aus. Alle Felder sind Pflichtfelder.“
Danach kommt ein Formular zur Eingabe der Adresse sowie einem Freifeld, in dem 10 ungenutzte TAN`s eingegeben werden sollen. Falls man weniger verbleibende TAN`s hat, soll man die verbleibenden eingeben.
Des weiteren wird die Kontonummer, die PIN, die Bankleitzahl und die E-Mail Adresse abgefragt.
Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor, auf den angegebenen Link zu gehen und die Daten auszufüllen.

Damit geben die Betroffenen den „Gaunern“ einen Freifahrtschein zum Plündern des eigenen Kontos, so Silke Schröder von der Verbraucherzentrale.
Betroffenen wird empfohlen, sich bei Erhalt von derartigen Mails mit ihrer Bank in Verbindung zu setzen, um diese entsprechend in Kenntnis zu setzen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland, Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link234142A.html