2004
Service für Journalistinnen und Journalisten
Vor gut einem Jahr wurde die Verbraucherzentrale des Saarlandes auf die vermeintlich verbraucherfreundlichen Angebote des Verlages „für neue Perspektiven in Leben und Beruf“ aufmerksam: Per Faxabruf bot der „Verlag“ Informationen darüber an, welche Markenhersteller hinter den No-Name-Produkten bei Aldi und Lidl stehen.
Vor allem während der Heizperiode klagen viele Menschen über ausgetrocknete und gereizte Schleimhäute in Hals und Nase und führen dies auf die angeblich zu trockene Heizungsluft zurück. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die relative Luftfeuchtigkeit liegt aufgrund der Feuchtequellen in der Wohnung, wie Dusche, Kochdunst, Pflanzen und Atmung der Bewohner, in aller Regel nicht unter 40 %.
Bei der Verbraucherzentrale haben sich zahlreiche Betroffene gemeldet, die angerufen worden sind und von einer Computerstimme verkündet bekamen, sie hätten gewonnen. Der Hinweis auf die möglichen Gewinne (3000,- Euro in bar oder ein 1.500 Euro Sachpreis) war verbunden mit der Aufforderung zum Rückruf unter 0190-8...Nummern.
Die groß angelegte Bandenkriminalität scheint jetzt auch im Saarland angekommen zu sein. In der Verbraucherzentrale des Saarlandes meldete sich dieser Tage ein Kunde, der einem raffinierten Betrüger zum Glück nicht auf den Leim gegangen ist :
Auch wenn die Beschwerden zu unerbetenen Werbefaxen saarländischer Verbraucher rückläufig sind, gehen doch noch regelmäßig Reklamationen bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V. ein.
Wahrscheinlich ist es so leicht hereingelegt zu werden, weil niemand mit einer solchen Kaltschnäuzigkeit rechnet. Da werden ahnungslose Mobiltelefonierer unter Einsatz einer vermeintlich Hilfe suchenden alten Damen abkassiert..