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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Saarland

26.02.2008
Fenstererneuerung im Rahmen der energetischen Sanierung eines Hauses sehr sorgfältig planen

Einfach verglaste Fenster sind energetisch sehr schlechte Bauteile und stehen deswegen bei vielen Bauherren ganz oben auf der Sanierungsliste. Bei dem Ersatz von einfach verglasten Fenstern durch Fenster mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von 1,7 W/m²K können je m² Fensterfläche ca. 20 l Öl im Jahr gespart werden.
Dieser Einsparung stehen die relativ hohen Kosten und einige bautechnische Besonderheiten gegenüber. Die Energieberater der Verbraucherzentrale weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Falle der ausschließlichen Fenstererneuerung im Wesentlichen zwei Probleme entstehen können:
1. Aufgrund der guten Wärmedämmung des neuen Fensters stellt die Fensterfläche nicht mehr den kältesten Punkt des Raumes dar. Die neuen kältesten Punkte des Raumes sind nun die Raumecken. An diesen Punkten kann es entsprechend unbemerkt zur Kondensation von Luftfeuchtigkeit und anschließender Schimmelbildung kommen.

2. Aufgrund der guten und gewünschten Luftdichtigkeit des Fensters findet kein unkontrollierter, energieverschwenderischer Luftaustausch mehr statt. Dies führt zu einer Wasserdampfanreicherung der Raumluft und damit zu einer Gefahr der Luftfeuchtigkeitskondensation an den kalten Außenwänden.

Beide Punkte erfordern vom Benutzer der Wohnung im Anschluss an den Fensteraustausch ein diszipliniertes, regelmäßiges Lüftungsverhalten, um Tauwasserausfall und Schimmelbildung zu vermeiden. Genaue Anleitungen hierzu geben die Energieberater der Verbraucherzentrale.

Besser ist es allerdings, zusammen mit den Fenstern auch die Außenwand zu dämmen, um die Gefahr der Schimmelbildung zu bannen. Diese energetisch noch wirksamere Maßnahme wird allerdings von vielen Hausbesitzern aufgrund der zusätzlichen Kosten meist auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Trotzdem sollte bereits beim Fenstereinbau eine Vorstellung darüber entwickelt werden, welche Dicke die künftige Wärmedämmschicht haben wird. Energetisch sinnvoll sind Dämmstoffdicken von 16 - 30 cm. Die Energieeinsparverordnung 2007 sieht jedenfalls bereits ca. 10 cm vor.

Die Lage der Fenster sollte deswegen beim Einbau direkt auf die zukünftige Wärmedämmung abgestimmt werden, um einen unkomplizierten Einbau der Wärmedämmung zu garantieren, spätere Wärmebrücken zu vermeiden und einen maximalen Lichteinfall zu garantieren.

Die Verbrauchzentrale empfiehlt allen privaten Haus- und Wohnungseigentümern, vor der Bestellung neuer Fenster den Sachverstand der Energieberater in Anspruch zu nehmen, um Fehler bei der Auswahl und beim Einbau neuer Fenster zu vermeiden. Die Berater können auch bereits vorhandene Kostenvoranschläge unter die Lupe nehmen, um Tipps zu geben, welche Auswahl unter Berücksichtigung fachlicher Gesichtspunkte getroffen werden soll.

Termine zur Beratung können vereinbart werden in Saarbrücken unter der Tel.-Nr. 0681/500 89-15, in Dillingen unter der Nr. 06831 / 97 65 65, in Merzig unter der Nr. 06861 / 54 44. Dort sind auch Hinweise auf weitere Energieberatungsstützpunkte im Saarland erhältlich.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland e.V., Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link429031A.html