Markenzeichen
QS-Zeichen
DLG-Gütezeichen
Regionale Herkunftszeichen
Fair-Handels-Zeichen
MSC-Siegel
EU-Bio-Logo
BIO-Siegel
"Ohne Gentechnik"-Logo
Strichcode
Identitätskennzeichen
Markenzeichen
Marken sind für Unternehmen wichtige Imageträger. Ist die Marke einmal bekannt, kann das Produkt leichter wieder erkannt werden und sich besser von der Konkurrenz abheben. Klappt dies besonders gut, werden Markennamen im Sprachgebrauch manchmal sogar synonym für den Produktnamen verwendet (Beispiel: Tempo). Bei Lebensmitteln finden sich neben Herstellermarken (zum Beispiel Milupa oder Bahlsen) auch Handelsmarken. Dies sind Produkte, die unter einem bestimmten Namen wie zum Beispiel "Ja", "Tip" oder "A&P" ausschließlich in den dazugehörigen Supermarktketten (wie etwa Rewe, Spar, oder Kaiser`s) zu einem oftmals günstigen Preis verkauft werden.
Welche Qualität ein Markenartikel erfüllt, ist an seinem Markenzeichen nicht zu erkennen.
QS-Zeichen Das QS-Zeichen hat die "QS Qualität und Sicherheit GmbH" kreiert, eine Gesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Der Schwerpunkt liegt auf der Qualitätssicherung und Kontrolle auf allen Erzeugungsstufen von den Futtermitteln bis zum Lebensmitteleinzelhandel. Da die QS-Standards nur wenig mehr als die gesetzlichen Mindestanforderungen absichern, ist es als Prüfzeichen und nicht als Qualitätssiegel zu bewerten.
DLG-Gütezeichen
In der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) vereinigen sich Landwirte und Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft. Die Teilnahme an DLG-Qualifikationsprüfungen ist freiwillig. Bewertet werden dabei Geschmack, Geruch, Aussehen und Konsistenz der Lebensmittel. Das Zeichen dient vorwiegend der Absatzförderung und somit Werbezwecken von Landwirten und Händlern.
Regionale Herkunftszeichen Die Kriterien für die Prüfzeichen, die sich auf eine bestimmte Region beziehen, sind unterschiedlich. Die Rohstoffe kommen nicht immer aus dem genannten Bundesland. Zwar müssen beispielsweise Kartoffeln mit dem Prüfzeichen ""Geprüfte Qualität – Thüringen" zu 100 Prozent aus Thüringen stammen; bei verarbeiteten Lebensmitteln, wie etwa Konfitüre, genügen jedoch schon 50,1 Prozent. Eine regionale Herkunft lässt sich also an diesen Zeichen nicht verlässlich ablesen.
Fair-Handels-Zeichen Beim fairen Handel kaufen die Abnehmer direkt vom Erzeuger in den Entwicklungsländern und zahlen einen fairen Preis, der beim Kaffee zum Beispiel deutlich über dem Weltmarktpreis liegt. Außerdem sichern langfristige Abnahmeverträge und die Förderung umweltverträglicher Anbausysteme die Existenz der Kleinbauern. Die Fair-Handelorganisationen garantieren die Einhaltung der strengen Kriterien. Wer fair gehandelte Produkte kauft, unterstützt die Einhaltung sozialer Mindeststandards (zum Beispiel Alterssicherung oder Schulausbildung), das Verbot von Kinderarbeit und die Zahlung von Tariflöhnen.
Mehr Informationen:
www.transfair.org
www.gepa3.org
www.el-puente.de
www.dwp-rv.de
www.weltlaeden.de
www.banafair.de MSC-Siegel (Marine Stewardship Council)
Das MSC-Siegel kennzeichnet Fische und Meeresfrüchte aus umweltverträglicher Fischerei. Das
Marine Stewardship Council ist eine
internationale, gemeinnützige Organisation, die sich für eine nachhaltige Fischerei einsetzt, die die Fischbestände und die Meeresumwelt schont. Die Kriterien und das Vergabesystem sind jedem Verbraucher zugänglich und somit transparent. Das MSC-Siegel bietet Verbrauchern die Möglichkeit, sich bewusst für umweltgerecht gefangenen Fisch zu entscheiden. EU-Bio-Logo
Seit dem 1.Juli 2010 (mit einer Übergangsfrist bis zum Juli 2012) müssen alle verpackten Bioprodukte, die innerhalb der EU hergestellt werden, dieses Zeichen tragen. Es garantiert die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung, wie Gentechnikfreiheit, artgerechte Tierhaltung oder Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel. Unmittelbar unter dem EU-Bio-Logo ist die Codenummer Bio-Siegel
Bereits im Jahr 2001 wurde in Deutschland das staatliche Biosiegel eingeführt. Es kennzeichnet ökologisch erzeugte Produkte, die in Deutschland verkauft werden. Es kann zusätzlich zu dem EU-Bio-Logo verwendet werden. Logo "Ohne Gentechnik"
Seit dem 10. August 2009 gibt es in Deutschland ein einheitliches Logo "Ohne Gentechnik".
Es ist eine freiwillige Kennzeichnung, die bei tierischen Lebensmitteln, wie Fleisch, Eiern oder Milch, genutzt werden kann, wenn den Tieren keine Gen-Pflanzen gefüttert wurden. Bei weiterverarbeiteten Lebensmitteln mit diesem Logo sind Stoffe, die mit Hilfe von Gentechnik erzeugt wurden, nicht erlaubt. Ausnahmen gelten für Stoffe, die nicht anders als aus gentechnischer Herstellung verfügbar und nach EG-Öko-Verordnung zugelassen sind. Die amtliche Lebensmittelüberwachung ist für die Kontrolle zuständig. Das Logo bietet Verbrauchern mehr Transparenz und Wahlfreiheit beim Einkauf. Zudem können sie mit dem Kauf so ausgezeichneter Produkte die gentechnikfreie Erzeugung von Futter- und Lebensmitteln unterstützen. ➜ Umfangreiche Informationen zur Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion finden Sie hier.
Strichcode Der so genannte EAN-Strichcode mit dazugehöriger Zahlenkombination ist eine Artikelnummer, die von Scannerkassen gelesen werden kann. Auch der Preis kann auf diese Weise gespeichert werden. Informationen über Qualität und Herkunft des Produkts erhält der Strichcode für den Verbraucher nicht. Für Hersteller und Händler ist der EAN-Code jedoch ein wichtiges Mittel der Kommunikation, zum Beispiel für die Nachbestellung von Artikeln.
Identitätskennzeichen Die meisten Betriebe, die tierische Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Milch verarbeiten, unterliegen einer Zulassungspflicht. Die Erzeugnisse dieser Betriebe müssen mit einem Identitätskennzeichen versehen werden. Dadurch lassen sich Produkte tierischen Ursprungs bis zum Hersteller zurückverfolgen. Dabei steht zum Beispiel "DE" für Deutschland und "BY" für Bayern. Allerdings kann der Verbraucher nur erkennen, in welchem Staat oder Bundesland das Erzeugnis zuletzt bearbeitet oder verpackt wurde. Die Herkunft der Rohstoffe lässt sich daraus nicht ableiten, Rückschlüsse auf Transportwege sind aber möglich.
Oftmals finden sich auf Verpackungen tierischer Lebensmittel mehrere solcher Zeichen, da ein Hersteller zum Beispiel mehrere Abfüllstationen bedient, aber nicht auf verschiedene Verpackungsdesigns zurückgreifen will. Stattdessen bringt er eine Art "Legende" zum Beispiel auf der Käseverpackung an. Neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum findet sich dann der Buchstabe "G" oder ein anderes Schriftzeichen, mit dessen Hilfe das richtige Identitätskennzeichen zugeordnet werden muss. Diese Praxis ist für den Verbraucher schwer verständlich und wenig transparent. Besonders dann, wenn sich der ausgewiesene Buchstabe nicht in der Nähe der Identitätskennzeichen befindet oder der legendenartige Aufdruck leicht verwischbar und kaum erkennbar ist.


