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Titelbild des Ratgebers Wenn die Pfändung droht

Wenn die Pfändung droht


11,90 EURO
160 Seiten

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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Saarland

26.11.2008
Fragen und Antworten zum Thema Solaranlagen -
zur Warmwasserbereitung und evtl. auch zur Heizungsunterstützung

1. Ich möchte gerne eine Kollektor-Anlage errichten, habe aber kein Süddach. Bringt eine Solaranlage auf dem West- oder Ostdach überhaupt noch genug Ertrag?

Antwort:
Die höchsten Jahreserträge bringt eine Kollektoranlage auf einem Süddach (SSW) mit einer Neigung von 40 – 50°. Ost- und Westlagen sind aber ebenfalls geeignet. Die Mindererträge von ca.15 bis 20 Prozent können bei Bedarf einfach durch eine entsprechend größere Kollektorfläche ausgeglichen werden.
Wenn man die Wahl zwischen einem Ost- und einem Westdach hat, sollte man die Westseite bevorzugen, weil dort die Abstrahlungsverluste des Kollektors wegen der höheren Lufttemperaturen am Nachmittag etwas geringer sind.

2. Wie groß soll die Kollektorfläche bei einer Anlage zur Heizungsunterstützung sein?

Antwort:
Für Anlagen rein zur Brauchwasserbereitung rechnet man 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person (4 – 5 qm für 4 Personen). Damit kann man übers Jahr gesehen ca. 60 Prozent des Brauchwassers solar erwärmen. Soll die Heizung unterstützt werden, muss man etwa 0,5 bis 1m² Kollektorfläche pro 10 m² Wohnfläche installieren. Die Größe der Anlage bzw. die Energieersparnis hängen sehr stark vom Wärmebedarf des Gebäudes und der bestehenden Heizungsanlage ab. In der Regel lassen sich die Heizkosten um 10 bis 30 Prozent senken. Lassen Sie sich vorher unabhängig beraten, z.B. bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.


3. Seit 2 Jahren haben wir, ein Vier-Personen-Haushalt, eine Solaranlage mit 12 Quadratmetern Kollektorfläche mit Heizungsunterstützung. Bisher konnte ich noch keine Senkung des Heizölverbrauchs feststellen. Selbst im Sommer muss ich für das Duschwasser noch die Heizung einschalten.

Antwort:
Beim Einbau von Kollektoranlagen werden leider immer noch Fehler gemacht. Die Palette reicht von banalen Dingen wie Luft im Solarkreislauf, bis hin zu defekten Schwerkraftbremsen, vertauschtem Vor- und Rücklauf, Verschaltungsfehlern oder defekten Temperaturfühlern. Manchmal werden Anlagen auch falsch geplant und ein zu großer oder zu kleiner Pufferspeicher eingebaut. Sie sollten auf jeden Fall ihren Heizungsbauer ansprechen und gegebenenfalls Rat bei einem Energieberater einholen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale können in diesen Fällen nach vorheriger persönlicher Beratung auch vor Ort kommen.

4. Welche Fördermittel gibt es?

Antwort:
Für Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung gibt es 60 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens jedoch 410 Euro. Bei Anlagen zur Heizungsunterstützung beträgt die Förderung 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Anträge werden beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt. Infos und Download der Anträge unter www.bafa.de

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Tel. 0681 / 5 00 89 – 15.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland e.V., Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link531281A.html