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Titelbild des Ratgebers Wenn die Pfändung droht

Wenn die Pfändung droht


11,90 EURO
160 Seiten

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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Saarland

23.03.2009
Energieräuber Zirkulation bei der Warmwasserbereitung?

Im unsanierten Altbau (Gebäude bis Mitte der 1980er) beträgt der Anteil der Wassererwärmung am Gesamtwärmebedarf des Gebäudes zwischen 15 und 25 Prozent, bei Neubauten nach EnEV (EnergieEinsparVerordnung) wegen des geringeren Heizwärmebedarfs des Gebäudes dagegen schon 30-50 Prozent. Eine effiziente Warmwasserbereitung gewinnt damit immer mehr an Bedeutung.

Eine wichtige Einflussgröße bei einer zentralen Warmwasserbereitung ist die Warmwasserzirkulation. Dabei wird mittels einer Zirkulationspumpe das Warmwasser über die Warmwasserleitung und eine zusätzliche Zirkulationsleitung vom Speicher bis kurz vor die Zapfstellen immer im Kreis umgewälzt. Der Vorteil ist, dass das Warmwasser bis kurz vor die Zapfstellen immer im Kreis zirkuliert und somit beim Öffnen der Warmwasserarmatur sofort oder zumindest recht schnell warm zur Verfügung steht und somit kein Wasser ungenutzt verloren geht. Der Nachteil ist, dass durch die ständige Umwälzung viel Energie über die Rohrleitung verloren geht, ganz abgesehen vom Strom, den die Pumpe benötigt.

Ziel sollte es daher sein, möglichst ohne eine Zirkulation auszukommen. Bei der Planung von Neuanlagen sollten die Leitungslängen vom Speicher bis zur Zapfstelle daher möglichst kurz sein. Erreicht wird das durch die räumliche Nähe von Bad und Küche und die zentrale Platzierung des Steigestranges zu den Zapfstellen. Kurze Stichleitungen zu den Entnahmestellen verringern die Zapfbeginnverluste und das Legionellenrisiko (Bakterien, die sich bei 25-50°C bilden können und über die Atemwege aufgenommen werden).

Bei sehr langen Leitungswegen vom Warmwasserspeicher bis zur Zapfstelle wird eine Zirkulation aber erforderlich bleiben, auch um das Warmwassernetz besser vor Legionellen zu schützen, vorausgesetzt die Warmwassertemperatur ist hoch genug (ca. 60°C).

Ist eine Zirkulation erforderlich, müssen die Leitungen besonders gut gedämmt sein. Die EnEV fordert darüber hinaus selbständig wirkende Einrichtungen zum An- und Abschalten der Zirkulationspumpe. Bei einem Einfamilienhaus lassen sich durch eine 6-stündige Zirkulationsunterbrechung etwa 5 Prozent des Gesamtenergiebedarfs für die Warmwasserbereitstellung einsparen.

Wie das erreicht werden kann und wann eine Zirkulation sinnvoll ist, erfahren Sie bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale. Diese stehen Ihnen in 13 Beratungsstützpunkten nach Voranmeldung in einem persönlichen Gespräch gern zur Verfügung.
In Saarbrücken finden die Beratungen bei der Verbraucherzentrale im Haus der Beratung, Trierer Straße 22, statt. Anmeldung unter 0681 / 500 89 - 15 oder (-0)


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland e.V., Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link554011A.html