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Klimaschutz beim Essen und Einkaufen

Klimaschutz macht auch vor dem Thema Ernährung nicht halt. So belasten beispielsweise Äpfel aus Neuseeland und Steaks aus Argentinien die Umwelt wegen der langen Transportwege in der Regel stärker als regionale Produkte. Zu weit gereisten, stark verarbeiteten und aufwändig verpackten Lebensmitteln werden auf Märkten und in Geschäften zahlreiche Alternativen angeboten. Meistens sind die Produkte aus der Region sogar gesünder und schmackhafter.
  • Gemüse und ObstRegionales Obst und Gemüse à la Saison: Ob Äpfel, Birnen oder Rhabarber, Feldsalat, Grünkohl oder Spargel – eine reichhaltige Palette an heimischem Obst und Gemüse sorgt für tägliche Abwechslung auf dem Speiseplan. Direktvermarkter und Landwirte bieten häufig Waren aus eigenem Anbau an und zwar zur passenden Erntezeit. Frische Früchte von Baum, Strauch und Feld, die keine weiten Transportwege hinter sich haben und nicht unreif geerntet werden, schmecken besser und enthalten mehr gesunde Inhaltsstoffe. Produkte aus dem Gewächshaus schädigen die Umwelt bis zu 30 Mal mehr mit schädlichem Kohlendioxid als Freilandgemüse. Auch Obstkonserven und Tiefkühlgemüse verursachen deutlich mehr Treibhausgase als die saisonalen, unverarbeiteten Varianten aus der Region.
  • Weniger Fleisch ist mehr: Die Produktion eines Kilos Rindfleisch verursacht 13 Kilogramm Kohlendioxid. Bei der Erzeugung eines Kilos Gemüse, beispielsweise eiweißreicher Bohnen, werden dagegen nur 150 Gramm des Treibhausgases freigesetzt. Auch Obst schneidet mit 500 Gramm CO2 je geerntetem Kilo wesentlich besser ab. Wer seinen Fleischverzehr auf den Sonntagsbraten reduziert, tut deshalb etwas Gesundes für sich und fürs Klima.
  • Foto Verkehr
  • Kurze Wege statt weite Transporte: Das ganze Jahr über werden im Handel Waren aus aller Welt feilgeboten. Erkauft wird das ständig verfügbare Schlaraffenland durch lange Transportwege. Prinzessböhnchen aus Kenia etwa finden nur per Flugzeug den Weg zum hiesigen Gemüsestand. Der Transport durch die Luft verursacht je Tonne Lebensmittel und Kilometer bis zu 220mal mehr Treibhausgase als der Hochseeschiff-Transport und bis zu fünfzehn mal mehr als Transporte per Lkw.
  • Bio-Lebensmittel sparen Energie und sind weniger belastet: Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft verbrauchen Bio-Bauern bei der Produktion nur ein Drittel an fossiler Energie, da sie auf energieintensiv erzeugte chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichten. Auf diese Weise schonen Bio-Lebensmittel nicht nur das Klima, sondern sie enthalten auch erheblich weniger Rückstände an Schadstoffen. Darüber hinaus bindet Bio-Anbau mehr Kohlenstoff in Böden und Biomasse.


TitelDok.-TypGröße
Flyer Klimaschutz beim EssenFlyer Klimaschutz beim Essen.pdf PDF852.9 KB
Flyer "Klima schonen - Flugware kennzeichnen"Flyer "Klima schonen - Flugware kennzeichnen".pdf PDF3.34 MB

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Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland e.V., Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link567171A.html