Photovoltaik-Anlagen zählen zu den umweltfreundlichsten Arten der Stromerzeugung. Deshalb ist es erfreulich, dass sich immer mehr Hauseigentümer dazu entschließen, auf dem eigenen Dach ein Solarkraftwerk zu betreiben und somit zum kleinen "Kraftwerksdirektor" zu werden. Die Investitionskosten für Photovoltaik-Anlagen sind immer noch recht hoch, doch durch das Erneuerbare Energiegesetz und zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau sind die Rahmenbedingungen so günstig, dass eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich betrieben werden kann.
Leider drängen sich in den boomenden Solarmarkt auch einige schwarze Schafe, die mit unseriösen Angeboten Kunden gewinnen wollen, berichten die Energieberater der Verbraucherzentrale. Geworben wird zum Beispiel mit unrealistisch hohen Solarerträgen oder es fehlen im Angebot wichtige Komponenten, die im Nachhinein den Gesamtpreis in die Höhe treiben.
Was ist bei einem Angebot zu beachten? Zunächst sollte man sich mehrere Angebote einholen und vergleichen. Der Preis ist dabei zwar ein wichtiges Kriterium, doch bei einer 20 jährigen oder längeren Betriebsdauer sind die Qualität der Komponenten und die Installationsarbeiten ein sehr bedeutender Faktor.
Zur Erstellung eines konkreten Angebotes muss die Firma zum Kunden kommen. Nur vor Ort kann man auf die Gegebenheiten des künftigen Standortes der Photovoltaik-Anlage wie Dachaufbau, Montagemöglichkeiten oder eine eventuelle Verschattung eingehen. Aus einem Angebot muss auch immer klar erkennbar sein, was angeboten wird. Die wesentlichen Komponenten wie Module, Wechselrichter, Kabel und Montagematerial sollten detailliert genannt und beschrieben oder anhand von Datenblättern ersichtlich sein. Auf Formulierungen wie "Modul XY oder vergleichbar" soll man sich auf keinen Fall einlassen, raten die Energieberater, denn dann weiß man nicht, welche Module geliefert werden, und die Qualitätsunterschiede sind groß.
Weitere wichtige Punkte im Angebot sind die Garantien, Lieferbedingungen sowie Zahlungsmodalitäten. Eine Anzahlung von 30 Prozent kurz vor Lieferung ist akzeptabel, aber bei Vorauskasse des gesamten oder größten Teils des Kaufpreises lange vor Liefertermin ist Vorsicht geboten.
Ebenso wichtig wie die Frage nach den besten Solarmodulen und Wechselrichtern ist die sorgfältige Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander. Denn nicht Spitzenwirkungsgrade sind entscheidend, sondern hohe Wirkungsgrade über einen großen Leistungsbereich.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor Kaufentscheidung den fachlichen und unabhängigen Rat eines Energieberaters in Anspruch zu nehmen.
Für eine persönliche Beratung in einer der 13 Beratungsstellen im Saarland
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In Saarbrücken finden die Beratungen bei der Verbraucherzentrale im Haus der Beratung, Trierer Straße 22, statt. Anmeldung unter 0681 / 500 89 - 15 oder (-0); in Dillingen in der Merziger Str. 46, Anmeldung unter 06831 / 97 65 65; in Merzig in der Bahnhofstr. 1, Anmeldung unter 06861 5444.
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