Auffällig ist dabei, dass häufig mehr "deutscher" Spargel verkauft wird, als vorhanden ist. Die Sendung "Markt" des NDR ist dieser Ungereimtheit in ihrer Sendung vom 18.5.09 nachgegangen: es liegt der Verdacht nahe, dass preiswerter ausländischer Spargel eingekauft und als teurer "deutscher" Spargel auf den Märkten wieder verkauft wird; die Gewinnspanne für den unredlichen Einzelhändler kann erheblich sein. Das Umdeklarieren von Lebensmitteln ist allerdings unzulässig und bei Nachweis einer solchen Ordnungswidrigkeit drohen hohe Bußgelder. Die Betrüger wähnen sich sicher – ist doch der ausländische vom deutschen Spargel äußerlich kaum zu unterscheiden. In Verdachtsfällen kann aber die Herkunft des Spargels durch die so genannte Isotopenanalyse nachgewiesen werden. Dabei verrät das Spargelwasser den Lebensmittelkontrolleuren, aus welcher Region das Gemüse ursprünglich stammt.
Verbraucher, die deutschen Spargel wollen, müssen sich auf die Herkunftsdeklaration und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zur Deklarationspflicht verlassen können. Aber schwarze Schafe gibt es immer. Ein Blick auf die Verpackungskisten gibt schon oft Auskunft über die tatsächliche Herkunft. Oder der Verbraucher fragt beim Händler nach der genauen Herkunft. Die eleganteste Lösung ist jedoch der Rückgriff auf regionalen Spargel direkt vom Erzeuger; hier kann der Verbraucher sich genauestens informieren und selber Einblick in die Spargelerzeugung nehmen.
Spargel – das königliche Gemüse – besitzt vor allem viel Kalium und Zink, wenig Kalorien und wirkt im Körper entwässernd. Infolge des schnellen Wachstums haben Schadstoffe kaum Zeit, sich anzureichern; entsprechend gering ist üblicherweise die Belastung des Spargels. Spargel ist gesund und schmackhaft!
Regional erzeugten Spargel im Saarland finden Sie über die Datenbank ("Gutes aus der Region") auf unserer Verbraucherseite
www.saarlaendlich.de. Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


