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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Saarland

05.03.2009
Was erwartet der Verbraucher von regionalen Produkten?
Umfrage der Verbraucherzentrale

Regionale Lebensmittel liegen im Trend – dabei spielt nicht nur das Lokalkolorit und ein gewisser folkloristischer Charme eine Rolle. Wesentlicher ist der Wunsch nach Transparenz und Verbrauchersicherheit.

Die Verbraucherzentrale des Saarlandes hat im Rahmen ihrer Kampagne "Saarländlich – Gutes aus der Region" (Link öffnet in neuem Fensterwww.saarlaendlich.de) die Verbraucher hierzu genauer befragt. Demnach sind 98% der Befragten an regionalen Lebensmitteln interessiert, davon bemängeln jedoch 20% fehlende Informationen. Die grundsätzliche Verfügbarkeit einheimischer Erzeugnisse wird offenbar positiv bewertet; wer Lebensmittel aus der Region gesucht hat, hat sie auch gefunden: hauptsächlich in Hof-, Bio-, Feinkostläden und auf Märkten, aber 26% nannten auch Supermärkte. Trotzdem erscheint nur 2% die Angebotspalette ausreichend. 64% wünschen sich zukünftig ein festes Warenangebot unterschiedlicher einheimischer Produkte im Einzelhandel. Überraschend und zugleich erfreulich ist der hohe Bekanntheitsgrad der Bliesgaumilch – 70% kannten sie als regionales Erzeugnis. Überhaupt zeichneten sich die befragten saarländischen Verbraucher durch einen soliden Informationsstand auf diesem Gebiet aus.

Bislang gibt es keine verbindlichen Kriterien oder Kennzeichnungsvorschriften, nach denen Lebensmittel als Regionalprodukte gelten dürfen. Der kritisch nachfragende Verbraucher wird aber wissen wollen, ob in einem "regionalen Apfelsaft" auch zu 100% Obst aus regionalem Anbau enthalten ist oder ob beispielsweise Äpfel vom Großhändler zugekauft wurden. Eine zuverlässige Kennzeichnungspflicht mit Herkunftsnachweis des Produktes und seiner Komponenten tut hier Not.

Importierte Lebensmittel sind für Verbraucher anonyme Produkte mit weitgehend unklaren Produktions-, Transport- und Vertriebswegen; dem steht das Lokalprodukt mit erkennbarem Hintergrund gegenüber. Abgesehen von der selbstverständlichen Einhaltung gesetzlicher Lebensmittelnormen zeichnen sich regionale Lebensmittel zudem häufig, wenn auch nicht zwingend, durch einen deutlich reduzierten Schadstoff- und Pestizid-Anteil aus. Oftmals wird gentechnikfrei und nach Bio-Kriterien produziert. Auch in der Energiebilanz können sich kurze Transportwege positiv auf den Klimaschutz auswirken: neuseeländisches Lamm legt eine Strecke von 18.000 Km zurück, das regionale Pendant reist vielleicht nur 100 Km weit. Das weiß der bewusste Verbraucher zu schätzen.

Weitere Informationen zu regionalen Produkten und regionaler Entwicklung, sowie die vollständigen Ergebnisse der Umfrage können auf der Internetpräsenz "Saarländlich – Gutes aus der Region" (Link öffnet sich in neuem Fensterwww.saarlaendlich.de) eingesehen werden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland e.V., Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link581971A.html