E-Plus kündigt derzeit per SMS seinen Kunden an, ab September einen sogenannten Mindestumsatz in den Prepaid-Tarifen einführen zu wollen. Geplant ist, eine Gebühr in Höhe von 1,- EURO pro Monat zu erheben für die Prepaid-Karten, die mindestens zwei Monate nicht aktiv genutzt wurden. Sobald dann die Karte wieder aktiv genutzt wird – sei es zum telefonieren oder SMS versenden – würde der Mindestumsatz für den nächsten Monat entfallen.
"Strafgebühr ist unseres Erachtens der bessere Ausdruck für diese Gebühr, die als Mindestumsatz bezeichnet wird" so Yvonne Schmieder von der Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V. "Wir finden diese Vorgehensweise sehr ärgerlich, da sie insbesondere Kunden bestraft, die ihr Handy nicht regelmäßig nutzen (möchten). Gerade ältere Menschen haben Prepaid-Handys für den Notfall zu Hause und generieren damit keine Umsätze wie vielleicht jüngere Generationen. Diese – bisher nicht umsatzstarken Kunden – sollen so nun doch zur Kasse gebeten werden."
Die E-Plus-Kunden, die mit dieser Gebühr nicht einverstanden sind, sollten in jedem Fall von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Das am besten zeitnah (bis 10.09.2009) und in schriftlich dokumentierter Form an den Mobilfunkprovider E-Plus.
Schmieder führt aus "Solch ein Verhalten eines Anbieters am Markt straft man am besten ab, in dem man zur Konkurrenz geht und seinen Vertrag kündigt. Die Verbraucherzentralen hoffen, dass andere Provider sich dieses Vorgehen nicht als Vorbild nehmen und ähnliche Modelle einführen. Das würde das Ende des Prepaid-Marktes bedeuten, der ja eben davon lebte, dass die Kunden nur für die tatsächlich anfallenden Kosten zahlen brauchten."
Weitere Informationen erhält man in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale des Saarlandes oder unter www.vz-saar.de.
Saarbrücken: 0681 / 50089 – 0
Dillingen: 06831 / 97 65 65
Merzig: 06861 / 54 44
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