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Titelbild des Ratgebers Wenn die Pfändung droht

Wenn die Pfändung droht


11,90 EURO
160 Seiten

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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Saarland

11.08.2009
Fischers Fritz fischt nur noch kleine Fische
Größte Ausbeutung der Meere seit Störtebekers Plünderungen

Ein großer Teil des Meeres ist bereits überfischt oder hart an der Grenze. In den letzten 30 Jahren hat sich die Nachfrage nach Fischprodukten verdoppelt – die Nahrungs- und Einkommensquelle für Milliarden Menschen ist gefährdet. Die Fakten sind bekannt und stoßen sich hart im Raum mit den Empfehlungen zum Fischverzehr von ein bis zwei Mahlzeiten pro Woche.
Nachhaltige Fischerei heißt das Gebot der Stunde.

"Gerade der Meeresfisch versorgt den Menschen mit hochwertigem Eiweiß, wertvollen Fettsäuren, Vitaminen, Jod und weiteren Mineralstoffen und Spurenelementen", so Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale Saarland. Damit die Quelle für dieses gesunde Lebensmittel nicht versiegt, bedarf es großer Anstrengungen. Gefragt sind Politik und Fischereiwirtschaft, hängt doch gerade für letztere das Überleben von einer nachhaltigen Fischerei ab.

"Nachhaltige Fischerei" bedeutet, dass den Meeren nur soviel Fisch entnommen werden darf, wie auch wieder nachwachsen kann und die negativen Auswirkungen auf das Ökosystem minimiert werden. Aber wie können Verbraucher erkennen, welcher Fisch diesem Anspruch gerecht wird?

Seit 2002 ist zwar die Kennzeichnung des Fanggebietes und der Produktionsmethode vorgeschrieben, doch welcher Fischfreund weiß schon, ob der Bestand des Lachses im Atlantik oder eher im Pazifik gefährdet ist. Da empfiehlt es sich, nach einem anerkannten Siegel Ausschau zu halten.

Die internationale, unabhängige Organisation "Marine Stewardship Council", kurz MSC, hat einen Umweltstandard für nachhaltig geführte Fischereibetriebe entwickelt und vergibt dafür das blaue Siegel mit einem stilisierten Fisch. Damit der Verbraucher besser erkennen kann, dass dieses Siegel auf nachhaltige Fischerei hinweist, wird zukünftig noch ein Hinweis darauf zu lesen sein. Wer sich nicht allein auf das zufällige Auffinden verlassen will, findet im Internet unter www.msc.org/de/wo-kaufen/germany eine umfangreiche Liste mit Geschäften und den dort erhältlichen Produkten mit dem MSC-Siegel.

Für Zuchtfisch gibt es das Siegel allerdings nicht. Die Aquakultur, aus der inzwischen jeder dritte Speisefisch stammt, bietet eine weitere Möglichkeit den Bedarf zu decken. Sie kommt jedoch auch mit Problemen, wie einem oft zu dichten Besatz, mit großem Futterbedarf und häufigem Medikamenteneinsatz, daher.

Eine Alternative könnte die Bio-Aquakultur werden. Nachdem jahrelang nur ein Fischangebot mit Bio-Siegel von Naturland angeboten wurde, gibt es demnächst erstmals eine europaweit gültige Regelung, die jedoch weniger anspruchsvoll ist, nur auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner zustande kam und noch stark verbesserungsbedürftig ist.

















Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Saarland e.V., Haus der Beratung, Trierer Str. 22, 66111 Saarbrücken
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-saar.de/link613401A.html