Wenn über Wärmedämmung gesprochen wird, dann steht meist die Energiekostenersparnis im Vordergrund. Dies stellt einen wichtigen Aspekt dar, verstellt aber nach Auffassung der Energieberater der Verbraucherzentrale den Blick auf wesentliche andere Aspekte. Einer hiervon ist die Behaglichkeit. Hierzu muss man wissen, dass die gefühlte Temperatur ein Mittelwert aus Lufttemperatur und der Oberflächentemperatur der umgebenden Wände ist. Wenn diese Temperaturen nahe beieinander liegen, fühlt sich der Mensch wohl. Wenn es hier einen großen Temperaturunterschied gibt, entstehen Zugerscheinungen. Dies kann zu Erkältungen und Verspannungen führen. Jeder, der schon mal an einem einfach verglasten Fenster im Winter längere Zeit arbeiten musste, kennt diesen Effekt.
Welche Auswirkungen hat die Wärmedämmung auf die Zugerscheinungen? Ein ungedämmter Altbau mit Bruchsteinmauerwerk weist bei 22°C Innenraumtemperatur und -5°C Außentemperatur eine Oberflächentemperatur von ca. 12°C auf. Die gefühlte Temperatur liegt damit bei ca. 17°C. Der Temperaturunterschied zwischen Wandflächen und Lufttemperatur beträgt 10 Kelvin. Insgesamt ein ungesundes, krank machendes Wohnklima.
Bei einer gut gedämmten Außenwand steigt bei gleichen Lufttemperaturen die Oberflächentemperatur der Außenwand innen auf 21,5°C an. Die gefühlte Temperatur beträgt damit annähernd Lufttemperatur und liegt um gut 4 bis 5 Kelvin höher als bei der ungedämmten Wand. Das Temperaturumfeld ist sehr gleichmäßig. Man hat ein gesundes, angenehmes Wohnklima.
Die konsequente Dämmung eines Hauses ermöglicht damit eine Absenkung der Lufttemperatur um 3 bis 5 Kelvin bei gleicher empfundener Temperatur und gleichzeitig optimalem Temperaturfeld.
Die Energieberater der Verbraucherzentrale machen darauf aufmerksam, dass man also aus zweierlei Blickwinkeln Energie spart: Geringere Wärmeverluste infolge der Dämmung und geringere Raumtemperatur infolge der höheren Wand-Oberflächentemperatur.
Was man tun muss, um sich in seinen 4 Wänden wohl zu fühlen, erfahren Sie in einer der Energieberatungsstellen im Saarland,
Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Für eine persönliche Beratung ist eine Anmeldung erforderlich. Nach der persönlichen Beratung ist sogar eine Beratung vor Ort möglich.
In Saarbrücken finden die Beratungen bei der Verbraucherzentrale im Haus der Beratung, Trierer Straße 22, statt, Anmeldung unter 0681 50089-0 (nachmittags 50089-15). In Dillingen findet die Beratung in der Merziger Str. 46 statt, Anmeldung unter 06831 97 65 65, in Merzig in der Bahnhofstr. 1, Anmeldung unter 06861 5444, in Neunkirchen in Rathaus, Zi. 407, Anmeldung bei der Zentrale in Saarbrücken.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.



PDF