Bereits in den 80er-Jahren wurden in einigen Fallstudien Signifikanzen beim Lernerfolg leistungsschwächerer Schüler durch den Einsatz von Lernprogrammen festgestellt, doch gab es ebenso Studien, welche solche Ergebnisse wieder abschwächten. Andere, u.a. in den 90er-Jahren durchgeführte Evaluationen wiederum stellten leistungssteigernde Effekte durch Unterrichtssoftware und Computereinsatz fest.
Besonders seitens der Verfechter eines handlungsorientierten Unterrichts wurden Vorbehalte laut, welche Hinweise auf Gefahren mangelnden persönlichen Kontakts bzw. persönlichen Feedbacks, fehlender Förderung sozialer Kompetenzen oder sensomotorischer Unausgeglichenheit beinhalteten.
Als Vorteile des Einsatzes von Lernsoftware werden Motivationsverstärkung durch Spannung, Originalität und spielerisch-unterhaltsamen Zugang zum Lernstoff, die Möglichkeit des besseren Erreichens verschiedener Lerntypen über verschiedene Wahrnehmungskanäle oder die höhere Selbstbestimmung des Lernenden angeführt.
Da beide Argumentationen Berücksichtigung verdienen, scheint es vielmehr eine Frage des "Wie" als des "Ob überhaupt" zu sein, womit vor allem die sorgfältige Wahl der Software und der Umfang ihres Einsatzes gemeint sein soll.

