Aufgrund der Schlagzeilen um Falschberatung zu Lehman-Zertifikaten erinnert er zugleich an massive Probleme in der Finanzberatung, die bis heute ungelöst sind. Der Gesetzgeber ist gefordert, die Spielregeln für Finanzberatung endlich so zu gestalten, dass der provisionsgeleitete Verkauf einer verbraucherorientierte Beratung weicht.
Das wichtigste Anliegen von Verbrauchern beim Thema Geldanlage ist die private Altersvor-sorge, wie eine bundesweite Verbraucherbefragung der Verbraucherzentralen zeigt. Drei von vier Befragten haben einen Finanzberater, der ihr Ansprechpartner bei Geldanlagen ist. Dar-unter fallen Kreditinstitute, Finanzvermittler, Versicherungsvermittler, freiberufliche Honorarbe-rater und Bausparkassen. Verbraucher wissen aber durchaus, wem sie gegenübertreten. Die Informationen der Anbieter über Risiken von Geldanlagen betrachten die Verbraucher mit Skepsis. Es ist ihnen bewusst, dass Anbieter nicht besonders daran interessiert sind, vollstän-dig über Risiken der empfohlenen Geldanlagen aufzuklären. Trotz gezeigter Skepsis ist der erforderliche Vergleich unterschiedlicher Angebote der Finanzberatung aber nicht möglich, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist insbesondere bei der provisionsorientierten Finanzbe-ratung grundsätzlich nicht ermittelbar.
Die Verbraucherzentralen fordern den Gesetzgeber daher dazu auf, die Finanzberatung und insbesondere die Beratung zur privaten Altersvorsorge neuen Spielregeln zu unterwerfen. Unsere Forderungen an den Gesetzgeber für mehr Verbraucherschutz auf den Finanzmärkten finden Sie unter www.vz-saar.de
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