Was dabei passieren kann, lässt sich anschaulich erklären: Auf einer Flasche bilden sich nach dem Herausnehmen aus dem Kühlschrank Wassertropfen. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kalte Luft, setzt sich Feuchtigkeit beim Abkühlen an der Flaschenoberfläche als Kondenswasser ab. Gleiches gilt für kalte Kellerwände: Die Feuchtigkeit in der warmen Außenluft schlägt sich an den kühlen Wänden nieder. Mit der frischen Luft führt man dem Keller unter Umständen also zusätzlich Feuchtigkeit zu, wodurch der muffige Geruch erzeugt oder verschlimmert werden kann. Denn feuchte Wände sind ein guter Nährboden für unerwünschte Schimmelpilze.
Richtiges Lüften ist bei Kellern also oberstes Gebot. An heißen und schwülen Tagen sollten Kellerräume nur in den frühen und kühlen Morgenstunden gelüftet werden. Im Winter ist es egal, wann gelüftet wird. Noch wichtiger ist das regelmäßige Stoßlüften, wenn im Keller gewaschen, getrocknet und gebügelt wird. Am besten kurz und kräftig lüften bei weit geöffneten Fenstern und Türen. Dauerlüften bei gekipptem Fenster ist weniger effektiv und verursacht im Winter hohe Energieverluste, auch bei ungeheiztem Keller.
Neben dem falschen Lüften können feuchte Kellerwände auch andere Ursachen haben, etwa mangelnde Außenabdichtung oder weitere bauliche Mängel. Die dadurch verursachte Feuchtigkeit kann durch Lüften nicht behoben werden, die Ursache lässt sich dann nur durch die Analyse eines Experten klären.
Ratsuchende können sich bei Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel an die Energieberater der Verbraucherzentrale wenden. Sie beraten kompetent und unabhängig. Unter der Telefonnummer 09001-ENERGIE bzw. 09001-3637443 (0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer) können sich Verbraucher telefonisch beraten lassen oder einen Beratungstermin in der nächstgelegenen Beratungsstelle vereinbaren.
Weiterführende Tipps finden Interessierte auch in den Broschüren "Feuchtigkeit und Schimmelpilz" oder "Richtiges Heizen und Lüften". Diese sind kostenlos erhältlich im Internet unter
www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. oder in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale. Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Für eine persönliche Beratung ist eine Anmeldung erforderlich.
In Saarbrücken finden die Beratungen bei der Verbraucherzentrale im Haus der Beratung, Trierer Straße 22, statt, Anmeldung unter 0681 50089-0 (nachmittags 50089-15). In Dillingen findet die Beratung in der Merziger Str. 46 statt, Anmeldung unter 06831 97 65 65, in Merzig in der Bahnhofstr. 1, Anmeldung unter 06861 5444, in Neunkirchen in Rathaus, Zi. 407, Anmeldung bei der Zentrale in Saarbrücken.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.



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