Energie wird immer teurer. Rohstoff-Vorräte schwinden. Daher ist es nachhaltig, pflanzliche und tierische Rohstoffe als Dämmstoffe zu verwenden, sagen die Energieberater der Verbraucherzentrale.
Ein besonderer Rohstoff wärmt bereits seinen Erstbesitzer, das Schaf. Vor allem zur Dach- und Deckendämmung kann man die im Handel erhältlichen Matten und Dämmvliese aus Schafschurwolle einbauen. Sie dienen darüber hinaus auch dem Schallschutz und können daher insbesondere zwecks Trittschallschutz verwendet werden.
Selbstverständlich ist die Wolle als Dämmstoff gegen Schimmel- und Mottenbefall sowie andere tierische Schädlinge geschützt.
Die Energieberater der Verbraucherzentrale heben hervor, dass der Primärenergieaufwand zur Herstellung der Dämm-Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen meist sehr gering ist. So liegt die energetische Amortisation in der Regel bei weniger als 2 Monaten. Lediglich für Holzfaser-Dämmplatten ist der Primärenergieaufwand zur Herstellung des Materials sehr groß, so dass diese sich erst in 16 Monaten energetisch amortisieren.
Welche Dämm-Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen am Markt sind und welche Besonderheiten beim Einbau beachtet werden sollen, darüber informieren die Architekten und Ingenieure der Verbraucherzentrale. Ferner erläutern sie, welche ungefährlichen Zusätze verwendet werden, um die Schafwolle gegen Befall zu schützen. Schließlich informieren sie auch über die weiteren positiven Effekte auf das Raumluftklima.
Natürlich geben die Fachleute von der Verbraucherzentrale den Ratsuchenden – wie immer - Informationen über die zu erwartenden Kosten für eine energetische Gebäudesanierung. Es wird erläutert, ob überhaupt mit einem finanziellen Mehraufwand beim Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen im Vergleich zu mineralischen oder synthetischen Dämm-Materialien zu rechnen ist.
Die unabhängige Energieberatung wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Für eine persönliche Beratung in einer der 14 Energieberatungsstellen ist eine Anmeldung erforderlich.
In Saarbrücken finden die Beratungen bei der Verbraucherzentrale im Haus der Beratung, Trierer Straße 22, statt, Anmeldung unter 0681 50089-0 (nachmittags 50089-15).
In Dillingen findet die Beratung in der Merziger Str. 46 statt, Anmeldung unter 06831 97 65 65.
In Merzig in der Bahnhofstr. 1, Anmeldung unter 06861 5444.
In Neunkirchen in Rathaus, Zi. 407, Anmeldung bei der Zentrale in Saarbrücken 0681 50089-0 (nachmittags 50089-15).
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


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