Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin und die Verbraucherzentrale. Der wichtige Warnhinweis, die empfohlene Dosis von maximal einer Dose/Portion pro Tag keinesfalls zu überschreiten, findet sich lediglich im Kleingedruckten. Vermarktungskniff
Schon herkömmliche Energy-Drinks dürfen in Deutschland bisher nur per Ausnahmegenehmigung angeboten werden. Der Grund: Selbst bei diesen erheblich geringer konzentrierten Getränken konnten negative Wechselwirkungen der einzelnen Inhaltsstoffe untereinander bislang nicht ausgeschlossen werden. Durch den Vertrieb der höher konzentrierten Flüssigkeiten als "Nahrungsergänzungsmittel" und die Dosierempfehlung haben sich die Hersteller der Shots freie Bahn geschaffen. Die Kehrseite des Vermarktungskniffs: Die Verbraucher gefährden womöglich ihre Gesundheit.
Drohender Kreislaufkollaps
Die extreme Süße der Aufputscher überdeckt den bitteren Geschmack des Koffeins. Wegen der geringen Menge und der hohen Konzentration besteht das Risiko, in kurzer Zeit sehr große Mengen der Inhaltsstoffe aufzunehmen. Das kann sich insbesondere bei Koffein-empfindlichen Personen negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Aber auch andere Risikogruppen wie Herz-Kreislauf-Kranke, Schwangere, Stillende und Kinder sollten weder Energy Drinks noch Energy Shots konsumieren. Erhebliche Gefahren, etwa ein Kreislaufkollaps drohen, wenn die Getränke beim Sport oder bei sonstiger körperlicher Anstrengung als Energiespender oder Durstlöscher genutzt werden - und vor allem in Kombination mit Alkohol.
➜ Tipps
- Wer zu den Energy-Shots greift, der sollte sich unbedingt an die Empfehlung halten, pro Tag maximal eine Portion zu trinken.
- Signalisiert der Körper ein Leistungstief, braucht er keinen überdosierten künstlichen Leistungsschub, sondern schlicht eine Erholungspause, vielleicht ein kurzes Nickerchen. Eine Fruchtschorle liefert durch natürlicherweise enthaltenen Zucker und Vitamine einen erfrischenden Kick. Wer auf Koffein nicht verzichten möchte, sollte Kaffee oder Tee vorziehen.


